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Samstag, 27. November 2010

Aus: Hans Bergel Existenzgeißel Securitate, „Thilo“ Hoprich und Oskar Pastior.

Meine Erfahrung im Umgang mit der Securitate während beider Epochen der kommunistischen Ära in Rumänien - Gheorghiu-Dej 1945-1965, Ceauşescu 1965-1989 - umfasst die Zeitspanne 1947 bis 1990. Mit dem Datum 01.10.1947 versehen, liegt mir die Kopie einer unter der Nummer 17.839 vom Staatsanwalt Ilie Pârvu in Temeswar/Timişoara, Banat, auf meinen Namen ausgestellten „Entlassungsbevollmächtigung aus der Haft“ vor und vom 15.05.1990 datiert die Anweisung eines Obersten der Securitate Kronstadt/Braşov, Siebenbürgen: mein Dossier, das „nicht mehr von Interesse ist“, der „archivalischen Aufbewahrung“ anzuvertrauen; Unterschrift unleserlich.
Zwischen den beiden Daten liegen drei Verhaftungen und drei Prozesse nebst Verurteilungen aus politischen Gründen - die letzte 1959 zu 15 Jahren Zwangsarbeit -, liegen fast pausenlose Beobachtungen durch die Securitate auch nach meiner Emigration 1968 aus Rumänien, ungezählte „Einladungen zu Gesprächen“ mit Securitate-Offizieren in Kronstadt, Bukarest, Klausenburg/Cluj und Hermannstadt/Sibiu, insgesamt über sieben Kerkerjahre sei es in Ketten, sei es bei mörderischen Arbeiten in den Donausümpfen, Verhöre mit körperlicher Folter bis hin zu Knochenbrüchen, Verbannung in die Donausteppe, Berufsverbot, Schikanierungen der Familie, Hausdurchsuchungen, Beschlagnahme sämtlichen Besitzes, der Plan, mich 1983 wegen menschenrechtlich motivierter bukarestkritischer Publizistik aus Deutschland nach Rumänien zu entführen, etc.; die Folgen dieser Vita für die Familie - Eltern, Ehefrau, drei Kinder - nicht mitgerechnet. Das meiste davon geht aus Akten hervor, deren Kopie ich besitze, ich schilderte es in Texten wie „Der Schwarze Fürst“, „Violeta“, „Frauen auf meinem Weg“ u.a. (in „Am Vorabend des Taifuns“, Berlin 2010).
Mein Dossier aus über einem halben Jahrhundert „Umgang mit der Securitate“ beträgt nahezu 10.000 DIN-A-4-Blätter, auf denen mein Leben beginnend mit der Teilnahme an der bewaffneten antikommunistischen Résistance in den Karpaten während der ersten Nachkriegsjahre bis zur Wende 1989/90 aufgezeichnet wurde - teils lückenhaft, teils von erschreckender Dichte und Präzision, wobei sich auf gelegentlich gespenstische Weise Ungeheuerliches mit Lächerlichem mischt.
Damit hängt zwangsläufig auch die Befürchtung zusammen, Situationen falsch darzustellen oder - was ich für schlimmer halte - in den Akten vermerkten Personen Unrecht zu tun. Bei 41 (einundvierzig) IM, die allein in der Zeitspanne zwischen meiner letzten Haftentlassung, 1964, und meiner Emigration, 1968, als „Berichterstatter“ mit und ohne Codenamen auf mich angesetzt waren, erscheint mir dies Risiko unvertretbar. Das gilt ebenso für die in Deutschland von 1968 bis 1989/90 dem Auslanddienst der Securitate schriftlich und mündlich über mich referierenden IM: nicht wenige von ihnen lieferten widersprüchliche Texte ab. Hinzu kommt schließlich die Feststellung, dass die Akten nicht entschlüsselbare Unregelmäßigkeiten aufweisen: Situationen, deren Gefährlichkeit mir eindringlich in Erinnerung ist, blieben ohne Vermerk, hingegen finden sich breite Ausführungen zu Lappalien.
Die Kenntnis dieses - hier grob skizzierten - Hintergrunds ist erforderlich, um meine Anmerkungen zu Oskar Pastior zu werten, sie sollen zu Klärung und Präzisierung in einer Episode beitragen, die aus meiner Sicht lediglich eine von vielen ist.

Im Jahr 1989 besuchte mich in meiner Münchner Redaktion Frau Mathilde „Thilo“ Hoprich, die Witwe des 1969 durch Selbstmord ums Leben gekommenen siebenbürgischen Lyrikers Georg Hoprich (*1938). Frau Hoprich war in zurückliegenden Jahren Arbeitskollegin und Freundin meiner Schwester gewesen und von dieser veranlasst worden, sich in einer „Lebensfrage“, wie sie sagte, an mich zu wenden. Die Frau war an Krebs erkrankt und wusste um ihre eingeschränkte Lebenserwartung. Auf die abenteuerlichen Einzelheiten kommt es nicht an, die ich während eines Drei-Stunden-Gesprächs erfuhr, sie sollen an anderer Stelle festgehalten werden. Mitteilenswert jedoch dies: Es ging in dem Gespräch um die Dichterfreundschaft ihres Mannes mit Oskar Pastior. Die vom Tod gezeichnete, sehr ernste Frau gab mir die Kopie eines Schriftstücks zu lesen, das von der Securitate-Dienststelle Hermannstadt/Sibiu aufgesetzt war. Ein „Feststellungbescheid“, in dem Georg Hoprich als politisch mehrfach verdächtiges „Element“ dargestellt wurde: Er habe „regimefeindliche Diskussionen“ geführt, in Gedichten „nationalistischen Inhalts“ die Partei „verleumdet“ u.a.m. Samt und sonders dazumal brandgefährliche Notationen. (Siehe Beilage.)

Frau Hoprich war weder bereit, mir den „Feststellungsbescheid“ oder „-text“ noch eine Kopie davon zu überlassen. Ihr Zustand verbot mir die Frage nach den Gründen. Mit ihrem Einverständnis durfte ich schließlich eine Übersetzung aus dem Rumänischen machen. Gemeinsam verfaßten wir eine Erläuterung, die ich zusammen mit dem „Bescheid“ und dem darin inkriminierten Gedicht „Schweigen“ in Heft 1/1990, S. 13-14, der von mir mitherausgegebenen Zeitschrift „Südostdeutsche Vierteljahresblätter“, München, veröffentlichte. - Über Hoprichs tragisches Schicksal hinaus sind diese Mitteilungen zunächst wenig erheblich.

Hoprich hatte nach dreijähriger Haft, 1961-1964, im Jahr 1967 ein Germanistikstudium beendet, war jedoch weiterhin im unsichtbaren Lichtkegel der Securitate-Be- obachtung geblieben. Mit seiner Familie in Heltau/Cisnădie lebend, gehörte er in den geheimpolizeilichen Zuständigkeitsbereich der Securitate Hermannstadt, von der er - so Frau Hoprich - ebenso wie sie sporadisch vorgeladen wurde. Bei einer der Vorladungen gelangte sie nicht nur in den Besitz des „Feststellungsbescheids“, sondern auch der Information, dass die fraglichen Gedichte ihres Mannes durch dessen Freund Pastior der Securitate bekannt geworden waren. Wörtlich: „Außer Georg, mir und 'Ossi' kannte niemand einige der Gedichte. Ich schwöre es.“ Aus meiner Sicht gab es umsoweniger einen Grund zum Zweifel an der Eröffnung, als ich zu jenem Zeitpunkt bereits ähnliche - freilich nur ungefähre - Informationen über Pastior hatte. In ihrer gefassten, ruhigen, vielleicht vom unausweichlichen Ende überschatteten Art erweckte die Frau in keiner Weise den Eindruck, mit ihrer Mitteilung zu hausieren. Sie starb an der Krebserkrankung. Der „Feststellungsbescheid“ oder „-text“ trug das Datum „martie 1967“, „März 1967“. Nach dieser Begegnung sah ich Frau Hoprich nicht mehr.

Zu meinen Gründen, Oskar Pastiors Namen in der genannten Veröffentlichung zu verschweigen, gehörte neben Frau Hoprichs Wunsch, es Zeit ihres Lebens dabei zu belassen, die Absicht, Pastior, mit dem ich seit der Schulzeit bekannt war, bei Gelegenheit auf die Situation anzusprechen; bei unseren Begegnungen wich er regelmäßig aus. Hinzu kommt wesentlich, dass die Dinge zu jenem Zeitpunkt bei weitem nicht so spruchreif waren, wie sie es heute sind. Doch im Licht der Aktenerkenntnisse nicht zuletzt Dieter Schlesaks (siehe FAZ , 16.11.10 ) gewinnt Frau Hoprichs Eröffnung im Herbst 1989 Bestätigung und Gewicht. Gleichzeitig sehe ich mich gedrängt, mit meiner Kenntnis zur Vervollständigung des Bildes beizutragen. Natürlich bin ich mir des Umstands bewusst, dass meiner Ausführung die Fußnote mit dem Hinweis auf die Quelle fehlt - Siegfried Unselds kürzlich entdeckter Niederschrift vom 16.10.1977 über die Begegnung mit Helmut Schmidt und anderen (siehe Die Zeit, 11.11.2010, S. 59) fehlt sie ebenso. Sollte nicht einer der Zugriffe „Interessierter“ auf die Dossiers der Securitate-Niederlassung Hermannstadt das Hoprich betreffende „Fcststellungs“-Skript beseitigt haben, wird es eines Tages beharrlichen Aktenforschern in die Hände fallen, publik werden und allzu laute Zweifler eines Besseren belehren.

Diese Aufzeichnung machte ich sine ira et studio. Ein halbes Jahrhundert Securitate als Existenzgeißel verbieten mir Spielereien mit Erlebtem und Erfahrenem. Auch ist es dem Gegenstand nicht angemessen, mit billiger Vokabel zu polemisieren; des preisgekrönten Dichters Gesamtgestalt unter geändertem Zeichen neu zu beleuchten, sei Kennern überlassen.
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Dr.h.c. Hans Bergel, München, ist Schriftsteller und Publizist. 1977 erschien „Der Tanz in Ketten“, bis „heute der komplexeste, subtilste und kenntnisreichste Roman über den kommunistischen Terror in Rumänien“ (Ana Blandiana), 2006 „Die Wiederkehr der Wölfe“, der Roman der Abrechnung mit dem Nationalsozialismus, 2010 der Band „Am Vorabend des Taifuns. Geschichten aus einem abenteuerlichen Leben.“

Schweigen

Von Georg Hoprich (1938-1969)


Wir schweigen, was wir nicht vergessen.

Der Becher steht gefüllt mit Leid.

Wir stehen starr, wenn andre essen.

Wir sind entfernt und ausgereiht.



Der Nächste schleppt sich wie gebrochen.

Wir sind ein Weh, das bitter haucht.

Wir haben immer stumm gesprochen.

Die wirre Nacht ist nicht verraucht.



Das graue Dasein, das wir führen,

bleibt schwer wie Erde, dumpfe Welt.

Wir sind ein blasses Volk. Wir ernten

die Tränen von dem Bitterfeld.

(Aus dem Rumänischen:)
„Feststellungstext. - Der Obengenannte (Georg Hoprich; die Redaktion), ein der Gesellschaftsordnung und dem Staat der Rumänischen Volksrepublik feindlich gesinntes Element, entfaltete in der Zeitspanne von 1956-1961 in den Reihen der Studenten Tätigkeiten der Aufwiegelung gegen das volksdemokratische Regime in der Volksrepublik Rumänien, dessen Ende er voraussagte. - Sowohl durch die regimefeindlichen Diskussionen, die er führte, als auch durch das Verfassen und Verbreiten von Gedichten nationalistischen Inhalts verleumdete er die Politik der Partei und der Regierung der Volksrepublik Rumänien hinsichtlich der Lösung des nationalen Problems ... So äußerte er in Gesprächen, dass die nationalen Minderheiten in der Volksrepublik Rumänien, und insbesondere die deutsche Minderheit, unterdrückt würden, dass sie weder Rechte noch Freiheiten hätten, und dass durch Maßnahmen der staatlichen Behörden die Auslöschung dieser nationalen Minderheit bezweckt würde, - Gleichzeitig machte er die Realisierungen des sozialistischen Regimes im wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Bereich verächtlich. - Er schrieb mehrere Gedichte feindseligen und nationalistischen Charakters ... So verbreitete er die Gedichte ,Schweigen' (siehe oben; die Redaktion), ,Siebenbürgen' und andere ...“

(Aus „Südostdeutsche Vierteljahres-
blätter“, 1/1990, S. 13-14, München)

DIE PRESSE zum Pastior-Fall

20.11.2010
Wie sich Oskar Pastior auf den Teufel eingelassen hat
16.11.2010 | 18:20 | NORBERT MAYER (Die Presse)
Der rumänisch-deutsche Dichter Dieter Schlesak hat sein Securitate-Dossier gesichtet. Es belastet einen berühmten einstigen Freund schwer.
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AUS DEM ARCHIV:
Dieter Schlesak (*1934) ist ein sanfter Mann. Der Siebenbürgener, der Rumänien vor vier Jahrzehnten aus politischen Gründen verlassen hat, weiß um die Graustufen der Moral. Anfang November zeigte der Dichter im Rumänischen Kulturinstitut in Wien, wie Me-chanismen der Unterdrückung und Terror funktionieren. Er las aus seinem Auschwitz-Buch „Capesius“. Im Gespräch war stets auch die zweite Diktatur latent vorhanden, unter der Dichter wie Schlesak, Oskar Pastior (1927–2006) oder Herta Müller (*1953) leiden mussten, die sie ins Exil trieben: die kommunistische.
Nun hat Schlesak am Dienstag in der „FAZ“ eine aufsehenerregende Korrektur zu seinem einstigen Freund Pastior angebracht. Dieser Dichter, der sich 1968 über Wien in den Westen absetzte, war im September 2010 posthum als Mitarbeiter des rumänischen Ge-heimdienstes Securitate enttarnt worden. Schlesak hat den Toten im Wochenblatt „Die Zeit“ (23.9.) noch verteidigt, nicht ohne auf die Foltermethoden des Regimes einzugehen. Nur aus Schwäche oder vielleicht Feigheit sei Pastior (Deckname: „Stein Otto“) Spitzel geworden. Ihn, Schlesak, mache wütend, wie jüngere Kollegen oder gar Westdeutsche „sich anmaßen, über unser Leben von damals um 1959 bis 1964 zu urteilen!“ Dieses „späte Wiederauftauchen des Teufels Securitate kann meine freundschaftlichen Gefühle für Oskar Pastior jetzt nach seinem Tode nicht beeinträchtigen!“
Inzwischen aber hat Schlesak, der in den 1960er-Jahren als Redakteur der rumänischen Zeitschrift „Neue Literatur“ ständigen Repressionen ausgesetzt war, in Bukarest sein Se-curitate-Dossier eingesehen. Er weiß nun, dass Pastior viel stärker als bisher angenommen historische Schuld auf sich geladen hat. Schlesak will sie nun nicht verschweigen. Er schildert auch die Tragödie Georg Hoprichs. Dieser junge Dichter war ebenfalls von Pastior bespitzelt worden. Wegen eines einzigen „staatsfeindlichen“ Gedichtes kam Hoprich für Jahre ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung nahm er sich das Leben. Zuvor aber hatte ihn Pastior in Hermannstadt mehrmals besucht, ausgehorcht und Berichte verfasst. Der verfolgte, traumatisierte Lyriker brachte sich aus Angst vor einer neuerlichen Verhaftung um.
Schlesak hat sich nie vom Geheimdienst anwerben lassen. „Da war Pastior ein anderes Kaliber, er schaffte es, mich als ,Freund‘ spielend auszuhorchen“, schreibt Schlesak, dem von seinem Spitzel „Dekadenz“ und „Umsturzgedanken“ unterstellt wurden. Er interes-sierte sich nämlich für die „westdeutsche Moderne“.
Das Interesse am Fall Pastior ist auch deshalb so groß, weil er eng mit der deutsch-rumänischen Nobelpreisträgerin Müller verbunden war. Ihr Roman „Atemschaukel“ (2009) basiert auf mündlichen Erzählungen des väterlichen Freundes Pastior über fünf Jahre Haft in einem Sowjetlager. Gemeinsam haben sie an dem Werk gearbeitet. Zum Fall befragt, zeigte Müller in der „FAZ“ (18.9.2010) Wut, Trauer, Verständnis: „Ich kann mir Pastior nicht als emsigen Denunzianten vorstellen, es war pure Qual.“ Er sei der skrupulöseste Mensch gewesen, den sie kenne. Vielleicht bedarf auch diese prominente Ansicht einer Revision. Die traurige Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.

Freitag, 26. November 2010

Opfer, die Securitate-Täter entlarven, werden inzwischen deshalb angeklagt, die Täter aber geschützt. Und alles wird verharmlost

Gestern (25.11.2010) ist ein Interview mit Iris Radisch in der Zeit erschienen. Ich hatte es abgesegnet, obwohl mir viel aus meiner Position und den notwendigen Hintergrundinformationen herausgestrichen wurde. Nicht aber aus den Fragen. Ich hatte es „abgesegmet“, denn ich hatte nun genug von dieser leidigen Sache, wo ich mich andauernd rechtfertigen musste. Denn ich wurde für meine "furchtbare" Tat als Opfer, einen Täter "Stein Otto" (Oskar Pastior), der mich in der rumänischen Gulagzeit lebensgefährlich bedroht hatte, auf die Anklagebank versetzt.. Und dieses nur, weil ich diesen Täter entlarven wollte; auch genug Beweise dafür in meinen Akten habe.



Richard Wagner hat Recht in einem in der Achse des Guten veröffentlichen Artikel, dass sich nun die Opfer verteidigen müssen, während die Täter in Schutz genommen werden!



All das in der ZEIT Veröffentlichte klingt jetzt, auch nach dem Beitext von Radisch, von dem ich nichts wusste, und wo sie es auch (bewusst?) versäumt hatte wenigstens die Worte von Herta Müller einzusetzen, dass sie nun, nachdem ich diese Entdeckung der Spitzelberichte von Pastior im Klarext veröffentlichen konnte, nichts mehr zur Verteidigung von Pastior tun könne. Es wäre das Minimum gewesen, um den wirklichen Stand der Diskussion um „Stein Otto“ (Oskar Pastior“) als Ausgangspunkt einer weiteren Debatte zu dokumentieren, und nicht wieder von Alpha anzufangen, als hätte niemand etwas von dieser Debatte gewusst! Bekannt ist doch in der deutschen Öffentlichkeit, dass keiner, auch die Freunde Pastiors, die ja die Materie besser kennen als Iris Radisch, meinen Bericht in der FAZ und die entdeckten Aktennachweise angezweifelt, sondern sehr bestürzt, ja,verstört reagiert haben! Ja, man muss sich wirklich als Selbstbetroffener schmerzlich auskennen und alle Details wissen, um aus einer wissenden Position diese harten Fragen stellen zu können! So ist auch dieses Interview ausgefallen, nämlich zuerst völlig neben der Realität: als wäre ich, das Opfer, der Angeklagte, und der Täter „mein“ Opfer! Es war eine harte Knochenarbeit, bis ich Frau Radisch nach langem Hin und Her (es gab mindestens 5 Interviewfassungen!) endlich den Stand der Dinge klar machen konnte, und dieses einigermaßen den Tatsachen „hinreichende“ Interview entstanden ist; und sie als Abchlußurteil meinte, ihre Leser könnten dem Interview nur entnehmen, das alles wahnsinnig kompliziert und sehr schwer verständlich sei!